FdH im Diät-Lexikon

Jeder dritte erwachsene Bürger der Bundesrepublik Deutschland ist zu schwer. Übergewicht ist eine Volkskrankheit und führt zu gefährlichen Gesundheitsschäden. Die bekanntesten negativen Auswirkungen des Übergewichts sind: Bluthochdruck, Diabetes sowie Herz- und Kreislauf-Erkrankungen. Aber auch die Lunge und die Gelenke laufen Gefahr darunter zu leiden. Um sein Idealgewicht wieder zu erreichen, greift man schnell mal zu einer Diät – aber welche soll es sein? Nahe liegt der Gedanke "Ich mach FdH", die wohl berühmteste und einfachste Art abzunehmen. Doch was ist FdH? FdH bedeutet im Volksmund "Friss die Hälfte". Gemeint ist eine Reduktionsdiät, bei der nur etwa 50% der bisher gewohnten Nahrungsmittelmenge gegessen, also auch die Kalorienmenge halbiert wird. Regelmäßiger Hunger ist dabei vorprogrammiert. Wird die Diät abgebrochen und der ehemals Übergewichtige verfällt wieder in seine alten Ernährungsgewohnheiten, nimmt er unweigerlich wieder zu und hat letztendlich noch mehr Pfunde auf den Rippen wie zuvor – der sogenannte Jojo-Effekt.

Diese Art von Diät führt zwangsweise zu Mangelerscheinungen, da meist nicht nur die Menge der verzehrten Nahrungsmittel zu Übergewicht führte, sondern die falsche Auswahl an Lebensmitteln. Statt Gemüse und Obst und sinnvollen Kohlenhydraten stehen bei Übergewichtigen meist fette Soßen, fettes Fleisch, Knabbersachen sowie Fast Food und Naschereien auf dem Tagesplan. Nicht nur die Kohlenhydrate und das Fett werden halbiert, sondern auch noch die eh zu geringen Vitamine und Mineralstoffe.

Sinnvoll ist diese Diät nur, wenn lediglich ein Überangebot an Nahrungsmitteln verzehrt wird, diese aber vollwertig und gesund sind. Meist ist jedoch zu einer konsequenten Ernährungs-Umstellung mit viel Sport zu raten, um die Pfunde purzeln zu lassen.


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